1. Veranstaltung der fkk-jugend e.V. nach Lock-Down!

Ein Zeltlager in Zeiten von COVID-19, ist das denn überhaupt möglich und vor allem vertretbar?

Diese Frage beantwortet der LV Mitte der fkk-jugend e.V. mit: Absolut, ja!!!

Lange war unklar, ob das diesjährige Insellager stattfinden kann oder überhaupt soll. Wir im LV Mitte haben uns aber nach konstruktiven Diskussionen geweigert, die Veranstaltung überstürzt abzusagen und bis zum letzten Moment die aktuelle Situation und Gesetzeslage abgewartet. Durch eine Umfrage vom Jugendamt Darmstadt an die Vereine und Verbände der Region zur Ermittlung von geplanten Maßnahmen, wie Jugendtreffen, Ferienspiele oder Zeltlager, wurden wir aber dann zum Glück etwas unter Druck gesetzt. Nun musste unsere Maßnahme recht kurzfristig angemeldet, eine Ausschreibung, bzw. Interessentenabfrage her und innerhalb von 10 Tagen ein Hygiene-/Durchführungskonzept zur Prüfung eingereicht werden.

Das alles hat unser Maßnahmenleiter Fabian hervorragend organisiert, koordiniert und mit viel Fleiß ausgearbeitet. Das Resultat hat uns ordentlichen Aufwind gegeben und darin bestärkt weiter an der Durchführung festzuhalten. Ca. 15 Mitglieder haben ihr Interesse bekundet und auch das Jugendamt Darmstadt hat uns mit positiver Rückmeldung und weiteren Vorschlägen zum Konzept den richtigen Weg bestätigt.

Somit konnte es nun an die tatsächliche Planung zur Durchführung der Maßnahme gehen. Es mussten die Anmeldungen der Teilnehmenden her und das Konzept mit dem Gastgeberverein besprochen werden. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Verein Orplid Darmstadt e.V. und seine Mitglieder, die uns mit einem eigenen für die Teilnehmenden reservierten Dusch- und Waschhaus, den Grundpfeiler unseres Konzeptes, die Lagerteilnehmenden von den Mitgliedern im Verein zu separieren, ermöglicht haben. Ein abgesperrter Lagerbereich mit nur einem Zu- und einem Ausgang, feste Gruppen von maximal 10 Personen inklusive Betreuer pro Zelt, feste Sitzordnungen und Verteilung der Tische im Essenszelt, eine geregelte Essensausgabe pro Gruppe, Gruppenspiele und sportliche Aktivitäten auf Distanz, ein hoher Hygienestandard und häufiges Erinnern an Abstandshaltung zu den anderen Gruppen und regelmäßiges Händewaschen, das alles waren neue Strukturen und Regeln für ein Lager, das trotzdem den Teilnehmenden jede Menge Spaß bieten sollte.

Doch bis kurz vor Start der Veranstaltung haben wir uns offengehalten die Situation immer wieder neu zu bewerten und das Lager notfalls abzusagen.

Mit der letzten E-Mail vom Jugendamt Darmstadt, welche ich kurz zitieren möchte: „…Danke für Ihr abschließendes Konzept. Ihrem Konzept merkt man an, dass Sie sich sehr viele Gedanken machen, das Thema Corona sehr ernst nehmen und um das Wohl aller Beteiligten besorgt sind. Auch dafür möchte ich mich bedanken.

Eigentlich ist Ihrem Konzept nichts hinzuzufügen...“, war aber jedoch klar: Wir ziehen es durch!

Und wie wir es geschafft haben unter diesen Bedingungen unsere Teilnehmenden zu „verzaubern“, das findet ihr HIER im Bericht.

 

Text: Marcel Schweitzer

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